"Nicht das Denken erlöst die Welt, sondern die Liebe"
(Manfred Kyber)
"Liebe ist das Einzige, was nicht weniger wird, wenn wir es verschwenden"
(Ricarda Huch)
"Durch die Liebe und den Tod berührt der Mensch das Unendliche"
(Alexander Dumas)
"Einen Menschen lieben heißt, ihn so zu sehen, wie Gott ihn gemeint hat"
(Dostojewski)
"Die Liebe ist ein Kind der Ewigkeit"
(Madame de Stael)
"Gott tritt in die Liebe ein, die wir für einander haben, und
nimmt dort Wohnung; er wird sie nicht verlassen, um in einem
sogenannten Haus Gottes zu sein, nennt man es nun Kaaha, Tempel,
Synagoge, Kirche oder Heiligen Hain"

Liebe
Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist
dass ich dich einschlafen sehe
würde ich dich besser zudecken
und zu Gott beten, er möge dich schützen.
Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist
dass ich dich zur Türe rausgehen sehe
würde ich dich umarmen und küssen
und dich für einen weiteren Kuss zurückrufen.
Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist
dass ich deine Stimme höre
ich würde jede Geste und jedes Wort auf Video aufzeichnen
damit ich sie Tag für Tag wiedersehen und hören könnte.
Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist
dass ich einen Moment innehalten kann
um zu sagen "Ich hab dich lieb"
anstatt davon auszugehen, dass du weisst
dass ich dich lieb habe.
Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist
dass ich da sein kann, um den Tag mit dir zu teilen
weil ich sicher bin, dass es noch manchen Tag geben wird
so dass ich diesen einen verstreichen lassen kann.
Es gibt sicherlich immer ein "morgen"
um ein "Versehen/Irrtum" zu begehen.
und wir erhalten immer eine 2. Chance
um einfach alles in Ordnung zu bringen.
Es wird immer einen anderen Tag geben
um zu sagen "Ich hab dich lieb"
und es gibt sicher eine weitere Chance
um zu sagen: "Kann ich etwas für Dich tun?"
Aber nur für den Fall, dass ich falsch liege
und es bleibt nur der heutige Tag
möchte ich dir sagen, wie sehr ich dich mag.
Und ich hoffe, dass wir nie vergessen
das "Morgen" ist niemandem versprochen
weder jung noch alt
und heute konnte die letzte Chance sein
die du hast, um deine Lieben fest zu halten.
Also, wenn du auf morgen wartest
wieso tust du es nicht heute?
Falls das "Morgen" niemals kommt
wirst du bestimmt bereuen
dass du dir keine Zeit genommen hast
für ein Lacheln, eine Umarmung oder einen Kuss
und du zu beschäftigt warst, um jemanden etwas zuzugestehen
was sich im Nachhinein als sein letzter Wunsch herausstellt.
Halte deine Lieben heute ganz fest
und flüstere ihnen ins Ohr
sag' ihnen, wie sehr du sie liebst
und dass du sie immer lieben wirst.
Nimm dir die Zeit zu sagen "Es tut mir leid"
"Bitte verzeih mir", "Danke", oder "Ist in Ordnung"
und wenn es kein "Morgen" gibt
musst du den heutigen Tag nicht bereuen.

„ Lied des Ewigen “
Ich bin das Hohe, Große, Niedrige, Gemeine,
Bin Ahnung, Wissen, Locken, Träume, alles Feine.
Ich bin der Jubel, bin der Glocken Schall.
Such ahnend mich: du findest mich überall.
Ich bin der Fluch, der Mensch und Schicksal wanken macht,
Der Eltern Segen, der der Kinder Weg bewacht.
Ich bin die Rebe, die am Hang die Sonne trinkt,
ich bin der Zecher, der beim Glas sein Liedlein singt.
Ich bin das Zarte, Edle, Finstere, das Böse,
Und bin die Fülle, Glanz, Engstirnigkeit und Größe.
Bin heiß und kalt und sprühender Gischt,
Doch Stumpfsinn und farblos – nein, das bin ich nicht.
Bin Furie des Krieges und Herz der grausen Schar,
das unter den Reitern der Apokalypse war.
Bin Lachen, Weinen, Träumen, Zorn zugleich,
Mach Kluge arm und geistig Arme reich.
Bin Dankgebet und wildes Fluchen –
Bei Apathie wird man vergeblich meiner suchen.
Bin Winter, Sommer, Werden und Vergehn der Flur,
Bin Sonne, die wärmend dann weckt die Natur,
Bin Tod und das Leben, die Bosheit, die Pein,
Doch blutlose Lauheit, die wird ich nie sein.
Ich bin das Kind, das an der Mutterbrust erblüht,
Der Greis, der friedvoll dem Erdenlos entflieht.
Ich bin der Sturm, der durch die Lüfte grollt,
Der Taifun, der den Himmel und das Meer durchtollt,
Der Wind, der frühlingszart dort über Gräsern singt,
Das Sehnen, das im Streben eines Menschen klingt.
Bin Donnern, das die Sphären tief durchschauert,
Bin Sternenglanz, der alles Niedere überdauert.
Erbarmungslosigkeit und grausam, Trunkenheit und Pflicht-
Doch Lethargie und Stumpfsinn, nein.. das bin ich nicht!
Verbrechen und Laster, ein Opfergang, Licht,
Doch Stillstand und Rückgang und leer bin ich nicht.
Ich bin der Künstler, der die Verse oder Harmonien fügt,
Und bin der Narr, der blindgeschlagen sich stets selbst belügt.
Ich bin der Weise, der die Welt verlacht,
Das Kind, das sie zum Paradies sich macht.
Ich bin der Christus, der die Welten überwindet,
Bin Teufel, der zuvor die Seelen schindet.
Bin größte Weite, die ein Mensch je sann,
Und tiefster Kerker, der ein blutvoll Leben lassen kann.
Wie Schrecken bin ich übergroßes Glück,
Und bin der Alltag oder strahlendes Geschick.
Trag zu den Sternen, schmettere in den Höllenschoß,
Ich still den Hunger und mach eitle Könige bloß.
Ich bin das Leid, das in den finsteren Gassen weilet,
Und bin die Liebe, die die Herzen hold und hart durcheilet.
Punkt bin ich Höhe, Breite, Fläche,
Bin Tiefe Weite, Ströme, Bäche.
Bin Jammer und Sterben, bin Friede, bin Lust,
Nicht aber bin ich in fühlloser Brust.
Bin Kälte und Wüste, der Dschungel, das Meer,
Das Oben und Unten, die Nähe, die ferne,
Und wäre ich nicht, wär das All tot und leer,
Dann wären nicht Körper, nicht Erde, nicht Sterne.
Ich bin der Forscher, der die Zeit und ihren Sinn durchtastet,
Bin Faust, der voller Ahnung, suchend, niemals rastet,
Ich bin der Vögel süßer Frühlingssang,
Bin immer Quell im rechten Glückes reinem Klang.
Wohl bin ich dort, wo Menschen qualvoll schinden,
Doch, wo nichts ist, wird man mich nimmer finden.
Ich bin auch dort, wo sie der Jugend Schmelz verprassen,
Doch in der Hohlheit kann man mich nicht lassen.
Ich bin im Waldesrauschen auch in dunkler Nacht,
Des Himmels Glanz in seiner Sternenpracht.
Ich bin der Berge Höh, unfassbar hehr und rein,
Will deinem Geist zum Höhenschwung die Flügel leihn.
Im Winter bin Ich Flockenfall und bin das Eis,
Der Steppen Öde, Sandsturm; Ich bin heiß.
Im Dschungel bin Ich auf des Tigers Pfad,
Und bin der Schnitter bei der Korbfelds Mahd.
Ich bin nicht selbstzufriedene Behaglichkeit,
Heiß oder kalt: doch niemals Unentschiedenheit.
Ich bin der Hirsche Brunst, die durch den Herbstwald giert,
Und bin im Rausch des Tanzes, der die Maid verführt.
Ich bin des Kindes Lächeln, bin der Liebsten Kuss,
Bin heitres Tändeln und ein unerbittlich Muss.
Ich bin das Locken, Drängen, Einen, Trennen, Sehnen, Bin nicht die Schalheit, pulse nicht in leere Venen.
Ich bin, den man den Engel unserer Kinder nennt,
Ich bin der Gott, den jeder sagt und keiner kennt.
Ich bin der Teufel, den Gott selbst geboren,
Ich bin die Sünde, bin das Laster, bin verloren,
Beherrsch des Streites und des Elends wütige Schar,
Und nichts im Kosmos ohne mich je war,
Ich bin nichts anderes als der Hauch der Ewigkeit,
Bin Glück und Trauer, namenloses Leid.
Ich war die Seele der gewesenen Äonen,
Bin überall, wo Leidende, wo Strebende nur wohnen.
Ich war das Herz der Dinge, unberührbar rein,
Und werde unbesiegbar, ewig herrschend sein.
So, wie im Anfang war das Wort,
Kehr ich zu ihm zurück....... und bleibe fort und fort.........
